Deutsch-französische Gedenkstätten im Grenzbereich: Erinnerungsorte oder Touristenattraktion

Lieux de mémoire franco-allemands - comémoration ou attraction touristique?

Zeitraum: 2018 / 2019

Gymnasium Othmarschen · Hamburg · Hamburg
10 Schüler*innen · 14 - 17 Jahre
Lycée Dumont d'Urville · Toulon · Nice
13 Schüler*innen · 14 - 17 Jahre

  • Deutsch-französische Beziehungen
  • Geschichte / Traditionen
  • Kulturelles Erbe / regionale Identität

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich in Deutschland und Frankreich eine vertiefte Erinnerungskultur entwickelt, die nicht nur das nationale Selbstverständnis beider Ländern entscheidend geprägt hat, sondern auch eines intellektuell-akademischen Milieus, das sich der deutsch-französischen Versöhnung verpflichtet fühlt. Jenseits dieser akademischen Auseinandersetzung bleibt die Frage, wie diese Erinnerungskultur von den nächsten Generationen weiter erlebbar gemacht werden kann. Ziel dieses Projektes ist, die Bedeutung des kollektiven Sich Erinnerns und die Wirkung ausgewählter Erinnerungsorte zu reflektieren. Hierbei geht es sowohl um die historische Einordnung in Zusammenhänge, also auch um ihre Wirkung auf Jugendliche: Handelt es sich auch für zukünftige Nachkriegsgenerationen tatsächlich noch um Orte der Erinnerung oder sind diese Orte mittlerweile zu touristischen Attraktionen einer deutsch-französischen Geschichtslandschaft degradiert? Am Ende dieses Auseinandersetzungsprozesses soll

Das Projekt beruht auf einer Online-Phase. Hierbei tauschen sich die Schülerinnen und Schüler in der Vorbereitungsphase sowie in der Nachbereitungsphase untereinander aus. Sie erstellen hierbei nicht nur Beträge in einem Forum, sondern stellen mit Hilfe von Videos, Fotos und Texten auch persönliche Erinnerungen der eigenen Kindheit sowie Erinnerungsorte ihrer Heimatstädte vor. Diese Materialien werden dann in der Partnerschule konkret im Unterricht in der Vorbereitungsphase verwendet. Am Ende soll einen Fotoausstellung mit erläuternden deutschen und französischen Texten sowie eine Videoinstallation entstehen. Diese Ausstellung soll in beiden Schulen gezeigt werden und damit einer breiten Schulöffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Aktivitäten


Vorbereitung

Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich während dieser Phase online aus. Hierzu wird die Platform E-twinning verwendet. In Gruppen sollen Sie Artikel schreiben oder Videos drehen, in welchen Sie Touristenattraktionen aber auch Orte der Erinnerung ihrer Stadt (Hamburg/Toulon) vorstellen. Diese Arbeiten werden dann in einem Forum von den anderen TeilnehmerInnen kommentiert und analysiert.

Arbeit auf der Platform E-twinning. Die Schülerinnen und Schüler schreiben Texte, machen Fotos und drehen Videos zum Thema. Diese Arbeiten werden im Forum kommentiert und analysiert.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über mögliche Besuche, Führungen und Aktivitäten, die während der Drittortbegegnung stattfinden könnten. Sie sollen diese im Forum vorstellen und diskutieren. Lernziel ist hierbei zu analysieren welche Aktivitäten für die Erstellung der gemeinsamen Ausstellung zielführend sind.

Begegnung

Drittortbegegnung mit Besichtigungen von Gedenkstätten des ersten und zweiten Weltkriegs, z.B. Verdun. Hierbei sollen die Schülerinnen und Schüler den Aspekt der Erinnerungskultur verstehen und nationale Unterschiede und Gemeinsamkeiten verstehen. Die in der ersten Phase an lokalen Beispielen erarbeiteten Definitionen zur Erinnerungskultur und Touristenattraktionen werden hier an konkreten Beispielen überprüft und gemeinsam analysiert und besprochen. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Ergebnisse mit Hilfe von Fotos und Texten festhalten.

Es werden gemeinsame Exkursionen unternommen. Schülerinnen und Schüler dokumentieren diese Besuche mit Hilfe von Fotos und Notizen. Diese Arbeitsdokumente werden dann in Kleingruppen gemeinsam ausgewertet und besprochen. Die Schülerinnen und Schüler treffen anschliessend im Plenum eine Auswahl an Dokumenten, welche für die Ausstellung relevant sind.

Es werden gemeinsame Exkursionen unternommen. Schülerinnen und Schüler dokumentieren diese Besuche mit Hilfe von Fotos und Notizen. Diese Arbeitsdokumente werden dann in Kleingruppen gemeinsam ausgewertet und besprochen. Die Schülerinnen und Schüler treffen anschliessend im Plenum eine Auswahl an Dokumenten, welche für die Ausstellung relevant sind.

Nachbereitung

Die während der Begegnungsphase erstellte Fotoausstellung mit audiovisuellen Elementen (z.B. Kurzfilmen) wird in beiden Schulen (Lycée Dumont d'Urville - Gymnasium Othmarschen) aufgebaut und in einer Vernissage anderen Schülerinnen und Schülern der jeweiligen Schule zugänglich gemacht. Die Reaktionen der Besucher werden von den den Teilnehmern dokumentiert und dann auf der E-twinning Plattform mit den TeilnehmerInnen des Austauschs geteilt. Die Reaktionen können dann nocheinmal im Forum diskutiert werden.

Die Reaktionen der Besucher der Vernissage werden dokumentiert und können von den TeilnehmerInnen des Projekts dann nocheinmal im Forum diskutiert. Diese Phase der Zusammenarbeit verläuft Online über E-Twinning.

Die Schülerinnen und Schüler bieten anderen Schülerinnen und Schülern ihrer Schule sowie interessierten Eltern eine Führung der Ausstellung mit audiovisuellen Elementen an. Sie halten Fragen und Reaktionen der BesucherInnen fest. Diese Beobachtungen werden sie dann mit den TeilnehmerInnen im Forum teilen. Alle TeilnehmerInnen des Projekts sollen diese Beobachtungen dann nocheinmal diskutieren.

Medien