Orte des Kalten Kriegs in Berlin

Lieux de la Guerre froide à Berlin

Zeitraum: 2014 / 2015

Gymnasium Süderelbe · Hamburg · Hamburg
13 Schüler*innen · 16 - 18 Jahre
Lycée Salvador Allende · Hérouville Saint-Clair · Caen
14 Schüler*innen · 16 - 18 Jahre

  • Geschichte / Traditionen
  • Medien / Kommunikation

Die SchülerInnen erarbeiten inwieweit sich der Kalte Krieg und die Wiedervereinigung im Stadtbild Berlins widerspiegeln. Dazu recherchieren sie in deutsch-französischen Tandems die Geschichte eines ausgewählten historischen Ortes wie z.B. der Mauer oder dem Flughafen Tempelhof und erarbeiten seine Bedeutung im Kalten Krieg und nach der Wiedervereinigung. Tandem-Methode und Thema erweitern die interkulturellen, fachlichen und sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und fördern außerdem deren Selbstständigkeit und Teamfähigkeit.

Das Projekt weist eine innovative interdisziplinäre Perspektive auf den Kalten Krieg auf: Ein historisch komplexes Thema wird anhand des Stadtbildes und der Architektur erfahrbar gemacht, andererseits zeigen sich auch die Auswirkungen der Geschichte auf die Stadtentwicklung. Die deutsch-französische Projektarbeit verhilft den SchülerInnen außerdem dazu, nationale Sichtweisen auf die Geschichte Berlins und des Kalten Kriegs zu vergleichen und zu überwinden. Ebenso innovativ sind auch die multimediale Arbeitsweise in Tele-Tandems während der Vorbereitung und die multimediale Präsentation des Endprodukts in Form einer virtuellen Ausstellung der Arbeitsergebnisse auf einer Internet-Plattform.

Aktivitäten


Vorbereitung

Die Schüler und Schülerinnen nehmen erstmalig Kontakt miteinander auf, indem sie sich in einem schriftlichen Portrait in der Fremdsprache der Partnergruppe vorstellen. Die Portraits werden zusammen mit Fotos der Schüler auf einer digitalen Plattform wie Padlet in einer nichtöffentlichen Gruppe präsentiert und auf diesem Wege der Partnerschule zugänglich gemacht. Auf Basis der persönlichen Informationen gewinnen die SchülerInnen einen ersten Eindruck von der Austauschklasse.

In dieser Phase stellen die SchülerInnen ihre einzeln angefertigten Vorstellungstexte der Partnerklasse  vor. Dies ist insbesondere von affektiver Bedeutung und trägt zur Motivation der Austauschpartner für das Projekt bei. Zudem sind die Portraits ein sinnvoller Anlass zur Verwendung der Fremdsprache. Gleichzeitig dient die Phase auch der Einführung in die technische Arbeit mit der Internet-Plattform, über die die weitere Zusammenarbeit mit der Partnerschule ablaufen wird.

Vorbereitung

Die Schüler erarbeiten sich einen politisches, ökonomisches und historisches Hintergrundwissen zur Geschichte der BRD und DDR im Kalten Krieg von 1945 bis 1990.

Die Erarbeitung der Chronologie erfolgt in Form von arbeitsteiligen Schülerreferaten in der Fremdsprache innerhalb der eigenen Lerngruppe. Die Ergebnisse werden der Partnergruppe in Textform über die mittlerweile bekannte digitale Plattform (Padlet) zur Verfügung gestellt. Damit liefert das Tele-Tandem einen authentischen Anlass zur Textproduktion in der Fremdsprache. Anschließend gleichen beide Gruppen ihre Vorbereitungen miteinander ab.
Diese Phase dient der thematischen Einführung ins Thema Deutschland im Kalten Krieg. Sie ist liefert den Schülern unabdingbares historisches Hintergrundwissen, auf dessen Basis sie eigenständige Themen für ihre Arbeit in Tandems finden können.

Vorbereitung

Zunächst findet ein Brainstorming innerhalb der deutschen und der französischen Lerngruppe statt, bei dem die SchülerInnen Orte Berlins finden, die für die Geschichte des Kalten Kriegs in Berlin interessant und relevant sein könnten. Hieraus leiten beide Gruppen Themenvorschläge für die Tandemarbeit ab und stellen sie der Partnergruppe über die Internet-Plattform vor. Je nach Interesse werden nun binationale Tandems gebildet, die sich ein Thema zur Bearbeitung aussuchen.

Das Brainstorming geschieht zunächst innerhalb der Lerngruppe und dient dazu, den SchülerInnen einen individuellen Zugang zum Projektthema zu ermöglichen. Die Bildung der deutsch-französischen Tandems nach Themen erlaubt eine Differenzierung nach Neigung und fördert die selbstständige Aneignung des Projektthemas durch die SchülerInnen.

 

Vorbereitung

In der nun beginnenden Tandemphase recherchieren beide Tandempartner die historische Nutzung des ausgewählten Berliner Ortes, teilen ihre Rechercheergebnisse miteinander und beurteilen gemeinsam die historische Bedeutung des jeweiligen Ortes im Kontext des Kalten Kriegs. Schließlich präsentiert jeder Tandempartner die historische Bedeutung seines Ortes seiner Lerngruppe in der Fremdsprache.

Die individualisierte Arbeit im Tele-Tandem unterstützt die Selbstständigkeit der SchülerInnen und ist durch die Recherche mit Internet und Bibliotheken wissenschaftspropädeutisch. Des Weiteren wird die interkulturelle Kompetenz der SchülerInnen ausgebaut, wenn sie den unterschiedlichen Umgang mit der Geschichte des Kalten Kriegs in Deutschland und Frankreich erfahren und reflektieren.
Der Austausch mit dem Tandempartner findet digital vermittelt über Chat oder Email statt. Damit bietet die Arbeit am Projekt authentische Gelegenheiten zur Nutzung der Fremdsprache. Die Präsentation dieser ersten Arbeitsphase in den Lerngruppen stellt einen Zusammenhang zwischen den Einzelthemen her.

Begegnung

Die SchülerInnen besuchen in deutsch-französischen Tandems ihren ausgewählten Ort des Kalten Kriegs in Berlin und recherchieren und fotografieren seine heutige Nutzung und eventuelle Veränderungen. Sie erarbeiten abschließend einen gemeinsamen Text in Französisch und Deutsch, der die historische und aktuelle Nutzung des Ortes dokumentiert und vergleicht. Vertiefend besucht die Gruppe gemeinsam mehrere außerschulische Lernorte zum Kalten Krieg wie z.B. die Gedenkstätte Hohenschönhausen. Abschließend werden die Ergebnisse aller Tandempaare auf der digitalen Plattform gesammelt und in einer Abschlussdiskussion gewürdigt.

Die Recherche der heutigen Nutzung der ausgewählten Berliner Orte findet eigenständig in deutsch-französischen Tandems statt, um die Selbstständigkeit der SchülerInnen zu fördern.
In den außerschulischen Lernorten vermitteln archiv- und museumspädagogische Experten der Gruppe sowohl inhaltliches als auch methodisches Wissen, so dass die SchülerInnen ihr Hintergrundwissen zum Kalten Krieg erweitern können. Für die gemeinsame Erstellung des Endprodukts sind Tagungsräume reserviert, die den SchülerInnen eine konzentrierte Partnerarbeit und gegenseitige sprachliche Unterstützung ermöglichen. 

Medien