Grenzerfahrungen in Geschichte und Gegenwart am Beispiel von Berlin

Les frontières à Berlin face au miroir de l'histoire et du présent : entre la vie et la mort

Zeitraum: 2015 / 2016

Gymnasium am Deutenberg · Villingen-Schwenningen · Baden-Württemberg
22 Schüler*innen · 16 - 18 Jahre
Lycée Mermoz · Saint-Louis · Strasbourg
27 Schüler*innen · 16 - 17 Jahre

  • Diversität
  • Fremdsprachen
  • Geschichte / Traditionen
  • Kulturelles Erbe / regionale Identität

Im Projekt "Grenzerfahrungen" sollen die Schülerinnen und Schüler durch Rückblenden, Zeitzeugengespräche und Interviews nachvollziehen, was es bedeutet in Grenzsituationen gebracht zu werden, die Auswege kaum noch zulassen. In Ateliers im Jüdischen Museum erfahren die Schüler, wie die jüdischen Mitbürger reagierten, als sie immer mehr ausgegrenzt und diskriminiert wurden (Auswandern oder Bleiben?, Coco Schuman). Ein Zeitzeugengespräch ist ebenfalls vorgesehen. Im Stasigefängnis Hohenschönhausen kommen die Schüler mit ehemaligen Inhaftierten ins Gespräch und empfinden ihre Notlage nach bzw. reflektieren ihre Situation während der DDR-Zeit. In der Gedenkstätte Berliner Mauer diskutieren sie mit Zeitzeugen über die Grenzerfahrung der Mauer in Berlin, im Museum in der Kulturbrauerei und im Tränenpalast erfahren sie über den Alltag in der DDR. In Interviews sollen sie dann mit der Berliner Bevölkerung ins Gespräch kommen. Hier werden auch Fragen wie die Flüchtlingsproblematik angesprochen.

Das Thema Grenzerfahrungen wird sowohl historisch als auch aus aktueller Perspektive beleuchtet (Flüchtlingsproblematik vom Nationalsozialismus über DDR-Zeit bis heute). Die Schüler werden vielfältig aktiviert (Diskussion im Bundestag mit Büroleiter des Bundestagsabgeordneten, Zeitzeugengespräche, Interviews, Ateliers). Das Endprodukt des Videos wird durch Schüler gestaltet, die Schülerpräsentation im Vorfeld nutzt ebenfalls die neuen Medien. Die Arbeitsphasen legen Wert auf die deutsch-französische Perspektive (gemischte Gruppen aus Deutschen und Franzosen).

Aktivitäten


Vorbereitung

Absprache und Auswahl des Themas zur "Drittortbegegnung" durch die deutschen und französischen Lehrer; Kontaktaufnahme zwischen den Schülern (Präsentation durch Videos zu den Schülern), anschließend Kommunikation über Facebook, Whatsapp und Mails zwischen den  deutschen und französischen Schülern; Auswahl und Organisation des Programms mit Führungen, Ateliers und Zeitzeugenbefragungen; Erstellung von Fragekatalogen für die Interviews;

Nutzung moderner Medien zur Kontaktaufnahme; Gruppenarbeit zur Erstellung des Fragenkatalogs; Erweiterung der Sprachkompetenzen durch Mediation. erstellung von Vorstellungsvideos:
http://www.mediafire.com/download/166wy31n7g6qcj3/Vorstellungsvideo+f%C3%BCr+Berlin.mp4
http://www.mediafire.com/download/3686pb17asqndo4/GeschenkFULLHD.mp4

Begegnung

Nach der Ankunft und dem Kennenlernabend in der Unterkunft stehen am kommenden Tag die Grenzzerfahrungen im Stasigefängnis Hohenschönhausen im Vordergrund. Zeitzeugengespräche verdeutlichen die ausweglose Situation der Regimegegner der DDR. Am Nachmittag arbeiten die Schüler zur Situation jüdischer Mitbürger im Dritten Reich, vor welchen Entscheidungen sie standen und welche Überlebensstrategien diese wählen mussten. Am Donnerstag erfahren die Schüler von den konkreten Folgen der Mauergrenze für die Berliner Bevölkerung und vom Alltag in der DDR (Gedenkstätte Mauer und Kulturbrauerei). Interviews mit Passanten in der Innenstadt folgen. Am Freitag besuchen wir Bundestag u. Komische Oper.

Kennenlernabend mit interaktiven Spielen und deutsch-französischer Gruppeneinteilung; Zeitzeugengespräche mit vorbereiteten Fragekatalogen zu Grenzerfahrungen, Ateliers zur Situation der jüdischen Mitbürger im Nationalsozialismus; Interviews in deutsch-französischen Gruppen zu Grenzerfahrungen (Mauer, deutsch-deutsche Teilung, aktuell Migration und Flüchtlingsproblematik), Gespräch im Bundestag, Präsentation in deutsch-französischen Gruppen mit Videoaufnahme. Der Film ist hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=U9nNWciPjr0

Nachbereitung

Erstellung des fertigen Videofilms; schriftliche Dokumentation für die Schüler mit wichtigen Dokumenten und Fotos, Evaluation der Drittortbegegnung auf deutscher und französischer Seite;

Austausch von Fotos und Dokumenten; Erarbeitung des Abschlussberichts durch französische und deutsche Lehrer und Schüler; Präsentation der Ergebnisse am Tag der offenen Tür am Gymnasium am Deutenberg und am Lycée Mermoz

Medien